Am zweiten Januar-Wochenende hat sich eine kleine Gruppe von interessierten Wanderreiterinnen mit dem Thema GPS Theorie und Praxis beschäftigt. Zuerst haben wir uns mit dem theoretischen Basiswissen über Streckenplanung, Runterladen von kostenfreien Karten und Navigationsprogrammen befasst und der anschließenden  Übertragung auf das GPS-Gerät. Nachdem ich mehrere Kurse bei Thomas Froitzheim besucht hatte, dachte ich, meinen Mitreiterinnen dieses rudimentäre Basiswissen vermitteln zu können.
Dass dann manche Dinge doch nicht so klappen, wie im Praxis-Seminar überraschte nicht.
Letztendlich ist es uns dann doch gelungen, eine Strecke im VFD-Routenportal zu erstellen, zu speichern und auf Base Camp zu übertragen, um sie von dort an das GPS-Gerät zu senden.

Die geplante Reitroute war bewusst kurz gehalten und lag obendrein im bekannten Terrain. Unser Ziel war ja, das Vorgehen zu Üben. Am nächsten Tag sind wir, also Kathrin Schmitz mit Wotan, Sandra Uthes mit Mogli und ich mit dem jungen Wallach Macchiato diese Strecke unter Nutzung der GPS-Geräte, bei hartgefrorenen Boden und eisigen Temperaturen, abgeritten.

Navigatorinnen im Revier Naturpark Märkische Schweiz

 


 

Hier zeigte sich, dass die praktische Anwendung sehr wichtig ist, die erste Frage war, wie funktioniert das Ding denn nun? Anstellen, warten, dass es Satelliten findet, Strecke aufrufen und LOS.

Die erste Freude kommt auf, wenn man feststellt, dass man genauso reiten kann, wie man es geplant hat. Was macht man aber, wenn der geplante Weg nicht bereitbar ist, wenn ich einen Umweg reiten muss, wie navigiere ich mich wieder auf meinen Weg? 

Was ist, wenn der blaue Richtungspfeil auf dem Display auf einmal „verrückt“ spielt?

Man stellt schon nach kurzer Zeit fest, Übung macht auch hier den Meister

Auch für die Gerätebeurteilung ist das eigene Ausprobieren sehr hilfreich. Nicht jedem liegt ein Touchscreen. Dann vielleicht mal das GPS mit den Tasten ausprobieren. Und Unterschiede gibt es auch in der Menüführung von einfach bis überfrachtet, vermisst wurde eine Funktion für ein Notrufsignal, soll es aber bei moderneren Geräten wohl geben.

Alles in allem war es ein lehrreiches Wochenende, bei dem auch der Spaß nicht zu kurz gekommen ist. 

Die Quintessenz: Mit GPS-Gerät fühlt man sich sehr sicher, aber allein darauf, ohne Landkarten und  Orientierungstalent, könnte man sich in unbekannten Gefilden auch nicht verlassen.

Notiz:

Text und Bild: gush