... wer sich das wünscht, kann mit seinem bellenden Haustier, das lieber dem Jagdtrieb als den Rufen seines Besitzers folgt, eine Reitbegleithundeausbildung machen.

Ein Reitbegleithundekurs gibt Sicherheit im Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern oder anderen Reitern mit und ohne Hund, Spaziergängern, Joggern, Jägern und Bauern. Eine bestandene Reitbegleithundeprüfung bescheinigt dem Reiter unter anderem, dass er sich mit den Gesetzen in Wald und Flur sowie im Straßenverkehr auskennt und sich einer entsprechenden Prüfung unterzogen hat. Dies erstickt manche sinnlose Diskussion im Keim.
Im Anschluss an den Ausbildungskurs kann die VFD Reitbegleithundeprüfung abgelegt werden, dies ist jedoch nicht verpflichtend.
 

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Kursinhalt des Reitbegleithundekurses


Im ersten Kursteil geht es in erster Linie darum, die Hunde untereinander und die Hunde mit den Pferden bekannt zu machen. Weiterhin werden das Ablegen, die Leinenführigkeit und die Freifolge und Übungen am Fahrrad und am Pferd auf der rechten Seite trainiert. Das Arbeiten vom Boden aus zwischen Pferd und Hund, auch in Begegnung mit anderen Hunden und Pferden werden geübt. Theoretisch werden Kenntnisse rund um das Hundewesen vertieft.
Bevor der zweite Kursteil beginnt, sollte der Hund die Fähigkeit besitzen die Befehle: Sitz, Platz, Bleib und Komm sicher zu beherrschen, auch unter Ablenkung.


Im zweiten Teil werden die erlernten Elemente aus Teil eins vom Pferd aus trainiert. Hinzu kommen noch Reiten mit dem Hund über Hindernisse, Straßen- und Geländetraining sowie die Leinenführigkeit in allen Gangarten und das Auf- und Absitzen sowie das An- und Ableinen vom Pferd aus, alles auch in der Gruppe.
Theoretisch werden in Teil zwei unter anderem Wesen und Bedürfnisse des Pferdes und die Gemeinsamkeiten und Gegensätze von Pferd und Hund sowie die Gesetze in Wald und Flur sowie im Straßenverkehr, die für einen Reitbegleithund wichtig sind, gelehrt.
Die Pferde werden in beiden Kursteilen benötigt.


In der Reitbegleithundeprüfung werden unter anderem Gehorsamsübungen wie das Ablegen aus der Bewegung (Schritt und Trab) sowie das Bewältigen von Hindernissen mit Pferd und Hund geprüft.
Einhändiges Reiten bei der Leinenführigkeit wird verlangt.


Voraussetzungen für das Pferd: Nicht zu schreckhaft, sozialisiert und gut händelbar. Der Reiter/Pferdeführer muss ausreichend auf das Pferd einwirken können, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Es sollte in allen Gangarten einhändig zu reiten sein-
Voraussetzungen für den Hund: Gut sozialisiert, erzogen, haftpflichtversichert und geimpft (Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Tollwut). Zur Prüfung muss der Hund mind. 1,5 Jahre alt sein.
Voraussetzung Reiter: Sicheres Beherrschen des Pferdes an der Hand, so wie unter dem Reiter in den drei Grundgangarten in der Bahn und in der Gruppe im Gelände. Sichere Teilnahme mit dem Pferd am Straßenverkehr.


Nicht zugelassen nach ARPO sind tragende oder säugende Hündinnen oder kranke oder verletzte Hunde, sowie die Verwendung von Flexileinen, Stachel- und Würgehalsbänder.

Derzeit finden solche Trainings in den VFD-Landesverbänden Bayern und Niedersachsen statt; VFD-Mitglieder aus Berlin-Brandenburg sind herzlich eingeladen, mit ihren Hunden daran teilzunehmen. Perspektivisch planen wir in Berlin-Brandenburg ebenfalls Kurse, sofern sich genug Interessenten dafür finden. 

Der Landesvorstand 
Berlin-Brandenburg

Ausschreibung Bayern (die Kosten des Kurses wurde von 350 € auf 150 € geändert)

Ausschreibung Niedersachsen Hohe Heide

Ausschreibung Niedersachsen Ostfriesland