In der heutigen Zeit geht doch keiner mehr mit Karte und Kompass los! Es hat doch jeder ein Smartphone und google Maps!
Das könnte man zumindest annehmen. Als Gelände- und Wanderreiter, vor allem aber als Rittführer, ist das Lesen und Navigieren mit Karte und Kompass aber unabdingbar. Nicht selten nämlich besteht in Wald und Flur kein Handy- oder GPS-Empfang.
 


So fanden sich am 28.10.2017 8 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zusammen um die "alte Schule" der Karten- und Kompassarbeit zu lernen, aufzufrischen oder zu vertiefen. Auf dem Programm standen dabei Themen wie Streckenplanung mit Karte und Kompass, Richtungsreiten und Standortbestimmung (z.B. über Kreuzpeilung). Natürlich wurden auch verschiedene GPS-Geräte und deren Handhabung vorgestellt.
Organisiert wurde das Seminar von Susanne von Gersdorff auf dem Diademhof in Nieder Neuendorf. Referent war Stefan Wöhrlin.

Text: Maria Jahn,  Teilnehmerin

PS: Woher kommt der Begriff Orientierung und warum steckt der "Orient" da drin? Im Lateinischen heißt SOL ORIENS 'aufgehende Sonne'. Ex oriente lux - aus dem Osten kommt das Licht. Der Mensch sucht von jeher das Helle, den Ort der Sonne; seit Anbeginn der Menschheit bestand für Jäger, Sammler, Siedler und Nomaden die Notwendigekeit, sich zurecht zu finden. Der erste morgendliche Blick suchte die aufgehende Sonne - darauf war Verlaß, alles andere konnte man danach ausrichten. Es braucht einen Fixpunkt in der 360°-Geographie, von dem aus man sich systematisch eine Topographie und ihre Richtungen erarbeiten kann. Als Wanderreiter in unbekanntem Gebiet erlebt man immer wieder, wie schwer es ohne Sonne und Schatten fällt, die Richtung herauszufinden. (Nina Binder)

Notiz:

Bild:  Susanne von Gersdorff