Am 24.09.2017 veranstaltete Nicole Kayser auf ihrem Kayserhof in Schünow wieder die Schünower Reiterralley. Unter den Teilnehmern befanden sich auch 7 VFD-Mitglieder. Meine Reitbeteiligung Janine nahm mit meinem Pferd Okapi an der Ralley teil und hat einen Bericht geschrieben. Heike Davideit

Geländeritt mit Aufgaben

Am Sonntag den 24.09.2017 fand in Schünow ein kleiner Geländewettbewerb für Reiter und ihre Vierbeiner statt. Jeder aus Schünow und Umgebung, der ein Pferd oder Pony zur Verfügung hatte, konnte am Wettbewerb teilnehmen und als Team für etwas Abwechslung zum normalen Reitalltag sorgen. Der Spaß stand an diesem Tag an vorderster Stelle. Im Laufe des Geländeritts mussten die Reiter zusammen mit ihren Pferden und Ponies verschiedene Aufgaben erledigen, bei denen es vor allem um Geschick und Vertrauen zwischen Pferd und Reiter ging. Das Wetter war nicht das Beste, aber es hatte zumindest aufgehört zu regnen und so ging es für die erste Gruppe gegen 11Uhr los ins Gelände. 

 


Nach wenigen hundert Metern kam man direkt zur ersten Aufgabe „Dosenwerfen“. Auf einem Tisch waren Dosen in typischer Art aufgebaut. Am Boden war eine Linie gezogen, hinter der sich Pferd  und Reiter aufstellen mussten und dann hieß es nur noch treffen. Das war leichter gesagt, als getan, denn die besondere Herausforderung lag darin, dem Pferd zu verstehen zu geben, sich ruhig an der Linie zu verhalten. Für jede Station gab es Punkte, die auf vorgefertigten Zetteln eingetragen werden konnten. War jedes Mitglied einer Gruppe an der Reihe, ging es gemeinsam weiter zur nächsten Station. Die zweite folgte auch schon recht kurz darauf und hieß „Pylonen-Hockey“. Dabei ging es darum, mit einem Schläger möglichst im Trab oder Galopp an vier Hütchen vorbeizureiten, auf denen Tennisbälle lagen, welche mit dem Schläger heruntergeschlagen werden mussten. Nach dieser Station folgte zunächst einmal eine etwas längere Strecke bis zur nächsten Aufgabe, auf der man dann auch etwas traben konnte, um die Pferde zu lockern. Am Ende des Weges kam man dann zum „Wasser schöpfen“. Auf einem Hocker stand ein Eimer mit Wasser, aus dem man mit einer Kelle Wasser schöpfen musste. Die Kelle sollte dann ein paar Meter weiter in einen Messbecher entleert werden, alles zu Pferd versteht sich. Je mehr Wasser im Messbecher landete, desto mehr Punkte bekam man und so war es eine sehr lustige Angelegenheit, wenn das Pferd aufgeregt und etwas verwirrt von der Kelle mit plätscherndem Wasser leicht auf und ab tänzelte, statt ruhig und auf kürzestem Weg zu dem Messbecher zu gehen. Nach der dritten Station ging es über eine dicht bewachsene Strecke in den Wald hinein. Der Weg war sehr angenehm und abwechslungsreich. Es gab einige Trabstellen und auch einige gerade Strecken, auf denen man flott galoppieren konnte. Am Waldrand auf dem Weg Richtung nach Hause fand man dann die Station „Tischlein deck dich“. Das war eine schöne Idee. Es standen zwei Fässer in einigen Metern Abstand zueinander. Auf dem einen lag eine Tischdecke, auf der Teller, Schüssel, Tasse und Besteck wie auf einem Tisch gedeckt waren. Daneben stand ein Körbchen. In dieses Körbchen musste man vom Pferd aus alle Teile einräumen, zum anderen Fass reiten und dort den Tisch wieder decken, ohne etwas fallen zu lassen. Das Gelächter war groß als einige Pferde, in der Hoffnung man wolle ihnen beim Vorbeugen ein Leckerli geben, mit dem Maul auf dem Tisch rumwühlten und immer da suchten, wo man geradeseine Hände hatte und versuchte, etwas in den Korb zu räumen. 

An den Sonnenblumenfeldern vorbei ging es dann zurück zum Startpunkt. Dort wartete noch die fünfte Station des Geländeteils. Ein Stab musste mit dem einen Ende in die Mitte eines Reifens in den Boden gestochen werden. Das andere Ende hielt man fest und musste dann eine Runde um den Stab gehen, zunächst im Schritt und dann im Trab oder Galopp. An dieser Stelle endete der offizielle Teil des Geländeritts. Nun folgten noch einige Geschicklichkeitsspiele vor Ort. Dazu gehörte zunächst ein „Teller-Spiel“. Man sollte seinem Vierbeiner unter jeden Huf einen Pappteller legen. Das Pferd sollte möglichst darauf stehen bleiben und wer richtig gut war, der schaffte es dann auch noch in dieser Position wieder aufzusteigen. Danach gab es noch einen kleinen Geschicklichkeitsparcour auf dem Reitplatz und das typische „Ringereiten“. Auf der anliegenden Fläche ging es dann noch mit kleinen Aufgaben, wie unter einem Röhrentunnel durchreiten und gegen eine Rassel schlagen, weiter. 

Alles in Einem war es ein gut organisierter und gelungener Wettbewerb, der sehr viel Spaß gemacht hat. Am Ende kam es dann zur Siegerehrung und der Tag fand in einem gemeinsamen Grillen seinen Ausklang, wobei nochmal über die lustigsten Momente gesprochen werden konnte.

Notiz:

Text: Janine V.

Bilder: Petra Kusch