Wir sind eine bunt gemischte Gruppe Reiter (und VfD Mitglieder!), die sich schon seit mehreren Jahren kennen. Unsere Pferde stehen im LAG zertifizierten Pensionsstall Siemons Corner am Gorinsee (Gemeinde Wandlitz). In unregelmäßigen Abständen planen wir Ritte mit Übernachtungen. Zu Beginn der Saison sind es kleinere Einsteigerritte, bei denen wir von unserem Hof losreiten. Diesmal sind es nur 4 Reiter/Pferde Paare. Sarah mit ihrer pechschwarzen Deutschen Sportpferd-Stute „Stella“, ihr Vater Uwe mit seinem großen Mecklenburger Apfelschimmel Wallach „Simon“, Ela mit ihrem cremefarbenen Paint Horse „Paul“ und mein Mann René mit seinem braunen Kabardiner Wallach „Agadir“. 


Die Pferde sind unterschiedlich geritten. Stella & Simon sind eigentlich große Turnierpferde, die mit englischer Ausrüstung unterwegs sind. Paul & Agadir sind kompakter, mit ca. 1,55m Größe sehr handlich im Gelände und tragen Westernausrüstung. Diesmal haben die Reiter den Luxus von zwei Tross-Mitarbeitern. Das sind Sandra und ich. Unsere beiden Pferde sind noch jung und gerade in der Ausbildung. Diesen Ritt konnten sie noch nicht mitmachen. Alle Pferde sind sehr cool, zuverlässig, trittsicher, sozial und nicht nervös... Perfekt für´s Geländereiten.

Als erstes suchen wir grundsätzlich eine Unterkunft für unsere Pferde. Bei einer Tagesstrecke zwischen 25-30 km ist der Radius um den Gorinsee schnell gefunden. Michaela August war dieses Mal unsere Quartiergeberin. Sie wohnt mit ihren Pferden in Stolzenhagen – und ist bestimmt allen VFDlern gut als Kassenwartin des Landesverbands Berlin/Brandenburg bekannt. 

Mein Mann René ist sehr versiert in der Nutzung seines GPS. So ist er derjenige, der die Route plant. Hinzu verlief die Strecke über Basdorf -> Zühlsdorf -> Rahmersee -> Stolzenhagen. Zurück dann über  Klosterfelde -> Ützdorf -> Liepnitzsee -> Gorinsee. Der Weg führt durch Wälder, über Felder und vorbei an den diversen Seen der Umgebung. So konnte auch Elas lang gehegter Wunsch erfüllt werden, am Rand der endlosen grünen Wiesen bei Klosterfelde zu reiten – in sehr flottem Tempo. Die Strecke war somit sehr abwechslungsreich. Allerdings durchziehen auch einige Drainage-Gräben unsere schöne Landschaft. Diesmal galt es zwei von ihnen zu überwinden, welche nicht umritten werden konnten. Einer davon war trocken und einer führte Wasser. Beim ersten waren die Pferde noch etwas vorsichtiger und wurden von den Reitern hindurchgeführt. Beim zweiten Graben mußte gesprungen werden. Etwas aufregend, aber auch dieser Abschnitt wurde mit Bravour von allen gemeistert.

Bei der Ausrüstung achten wir auf sehr gut sitzende Sättel und gut passende Zäumungen. Der Hufschmied hatte alle Pferde bereits drei Wochen vor dem Ritt beschlagen, bzw. die Barhufe bearbeitet. In Satteltaschen hatten wir auch Reparaturmaterialien dabei und konnten damit tatsächlich einen gerissenen Zügel reparieren. Nach vier Stunden Ritt erreichten die Reiter ihr Nachtlager in Stolzenhagen. Die Pferde wurden in einem großen Roundpen untergebracht, welcher weitestgehend grasfrei war, da unsere Pferde noch nicht angeweidet waren.

Michaela hatte Wasser, Heu und Hafer vorbereitet. Auch unsere Sättel konnten trocken und abgeschlossen gelagert werden. Am kommenden Morgen mussten sich alle wasserdicht anziehen, denn es regnete wie aus Eimern. Dieser Ritt ist für alle Teilnehmer abenteuerlich und trotzdem entspannend verlaufen. Natürlich sind solche Mehrtagesritte eine Herausforderung für unsere Pferde, dieser Ritt war aber schon ein gutes Training für unseren 9-Tages-Ritt im Juli in die Uckermark.

 

 

Notiz:

Text und Fotos: Davia Kawinkel, die ihre Geländereiterausbildung bei der VFD absolviert hat;