Das Thema Pferdesteuer steht auch in Brandenburger Gemeinden immer öfter auf der Tagesordnung. Da die Reiter mittlerweile sensibilisiert sind und die Bekanntmachungen der offiziellen Stellen aufmerksam lesen, kann oft im Vorfeld über die Auswirkungen informiert werden. Allerdings kommt der Vorschlag zur Einführung dieser Steuer oft von Bürgerseite. Gerade in Ballungsräumen, wo Anwohner und Pferdehöfe dicht an dicht gesiedelt sind, häufen sich Beschwerden.


Unbefestigte Gehwege werden zerritten und Pferdeäpfel liegengelassen. Rücksichtslosigkeit führt zur Verärgerung der Bürger. Die Verursacher der Schäden und Verschmutzungen sind in der Regel nicht auszumachen, deshalb wird der Ruf nach Reitmarken und nach der Pferdesteuer laut. Da wir weder Kennzeichnungen noch eine Steuer auf unsere Vierbeiner wollen, ist die Initiative jedes Einzelnen gefragt. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass unser Verhalten keinen Anlass zu Beschwerden gibt. Auch ein gegenseitiges Kennen lernen – beispielsweise bei Reiterfesten oder einem Tag der offenen Tür auf dem Pferdehof – kann erheblich zur Entspannung beitragen. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, beim Reiten durch Wohngebiete - wie die Hundebesitzer auch - eine Schippe mit Plastiktüte mitzuführen, um die Hinterlassenschaften der Pferde zu beseitigen.


Auch der Landespferdesportverband Berlin-Brandenburg hat jetzt in einem Brief an alle registrierten Betriebe auf diese Notwendigkeiten hingewiesen, wenn wir Reiter noch lange Freude an der liberalen Gesetzgebung haben wollen.

 

Claudia Christ
Sportwartin
VFD-Ausbilderin Reiten
Wanderrittführerin VFD
Centered Riding Ausbilderin Stufe 1
www.claudia-christ.de